Gitarren Effektgeräte Reihenfolge

Die richtige Reihenfolge der Gitarreneffekte ist praktisch ein Dauerbrenner, denn diese Frage wird sich jeder Gitarrist früher oder später stellen. Egal ob auf der Bühne, daheim oder im Studio die richtige Reihenfolge ist, hier gleichermaßen interessant und wichtig.

Prinzipiell gibt es hier kein Schema, nach dem vorgegangen werden, muss. Es gibt viel Alternativen, die alle gleichermaßen gut sind, die letztendliche Entscheidung bleibt dem Gitarristen selbst überlassen. Hier empfiehlt sich etwas Zeit ins Ausprobieren zu stecken, um das Setup zu finden, das einen klanglich am meisten überzeugt.

Eine mögliche Reihenfolge für Gitarreneffekte

  1. Effekte die Dynamik und das Volumen verändern (Kompressor, Transient Shaper, etc)
  2. Equalizer vor Verzerrung
  3. Distortion, Overdrive Fuzz
  4. Equalizer nach Verzerrung
  5. Modulationseffekte wie Phaser, Chorus und Flanger
  6. Tremolo, Noise Gate, Auto-Panning
  7. Delay, Reverb

Wieso grade so?

Angefangen bei unserem Volumen Poti auf der Gitarre geht es direkt in Effekte wie Kompressor oder Transient Shaper. Diese Effekte beeinflussen den Grundklang der Gitarre sehr stark und sollten vor der Verzerrung sein, da diese stark von der Form des Grundtons abhängig ist.

Mit einem Equalizer vor der Verzerrung kann man steuern welche Frequenzen zuerst und damit am stärksten verzerrt werden.Damit wird der Grundsound stark beeinflusst. Jimi Hendrix nutzte an dieser Stelle anstatt eines Equalizers ein Wah Wah, was aber in etwa den gleichen Zweck erfüllte. Ein Wah-Wah hebt ein bestimmtes Band aus dem Frequenzspektrum der Gitarre stark an, welches dann stärker verzerrt wird.

Nun kommt die eigentliche Verzerrung das kann entweder ein Distortion Effekt sein oder ein sanfter Overdrive oder Fuzz Effekt. Mit einem zusätzlichen Equalizer nach der Verzerrung kann man sog. Sweet Spots im Frequenzspektrum des Sounds zusätzlich pushen.

Es folgen Modulationseffekte wie Phaser, Chorus und Flanger diese Effekte erzeugen durch eine zeitversetzte Wiedergabe der Audiosignale eine Auslöschung, die den charakteristischen Klang ausmacht. Phaser, Chorus und Flanger wirken besser nach der Verzerrung.

Nun sollten falls vorhanden Volumen- und Dynamikeffekte, wie Tremolo, Volumenpedal, Noise Gate, Auto-Panning in die Effekt-Kette gehängt werden. Das führt zu einem natürlich klingenden Sound bei den jetzt folgenden Hall und Delay Effekten. Diese Effekte eignen sich hervorragend, um der Gitarre mehr Tiefe im Sound zu geben. Ein Hall Gerät sollte immer nach einem Noise Gate eingesetzt werden, da dieses sonst die Hallfahne unterdrückt.

 

Dieser Beitrag wurde unter Tipps veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.
Click on a tab to select how you'd like to leave your comment

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>